Initiative Pontifex begrüßt das Urteil des U.S. Supreme Courts als wichtigen Anstoß für die deutsche Debatte

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Die Initiative Pontifex begrüßt das am 24. Juni 2022 ergangene höchstrichterliche Urteil aus den Vereinigten Staaten. Dieses verneint nach beinahe 50 Jahren die Ableitung eines “Rechts auf Abtreibung” aus den Freiheitsrechten der U.S.-Verfassung. Das Mediennetzwerk wünscht sich von dem sorgfältig erwogenen Urteil Rückenwind auch für den Schutz ungeborenen Lebens in Deutschland.

Die Urteilsbegründung und die neue Aufmerksamkeit für die Thematik könne auch hier dazu dienen, die auf Selbstbestimmung verengte Debatte zu erweitern und die Gelegenheit zu breiterer Befassung mit der Frage bieten. Die Sprecherin der katholischen Initiative, Elisabeth Doczy, führt aus: “Es ist schade, dass zu oft nur noch Gerichte zu dieser wahrhaft Leben und Tod betreffenden Frage entscheiden. Umso wichtiger sind uns in der vorzugsweise zu führenden gesamtgesellschaftlichen Debatte daher Aufklärung und Versachlichung. Die schwierige Lage von Frauen, die mit dem Gedanken einer Abtreibung spielen, ist ernstzunehmen. Wichtig ist dann Unterstützung und das Aufzeigen von Alternativen und Perspektiven für das Leben. Das ist kein Thema, bei dem es etwas zu bejubeln oder zu feiern gibt. Auch nicht die Abschaffung des Werbeverbots (§ 219a StGB) in Siegerpose, wie es aktuell in sozialen Medien, sogar durch ganze Bundestagsfraktionen, geschieht.”

Abtreibung war im Jahr 2021 nach Zahlen der Weltgesundheitsorganisation die deutlich häufigste Todesursache weltweit. In Deutschland allein fanden im vergangenen Jahr knapp 100.000 für das Kind tödliche Eingriffe statt, diese fast vollständig nicht aus medizinischer Indikation (4%) oder nach Vergewaltigungen (0,05%).

Sprecherin Doczy dazu weiter: “Die tausendfache Abtreibung ungeborener Kinder ist ein viel zu oft ausgeblendeter Makel unserer Gesellschaft. Freiheit darf, das zeigt wieder einmal das amerikanische Urteil, nicht verabsolutiert werden. Wir diskutieren über Kinderrechte im Grundgesetz und feministische Außenpolitik - dabei sorgen wir uns nicht um die schutzlosesten aller Kinder und missachten die Tatsache, dass in vielen Ländern Mädchen alleine ihres Geschlechtes wegen ihre Geburt nicht erleben dürfen. Wir dürfen die Würde des Lebens dieser Kinder nicht vergessen!”

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