Pressemitteilung: Macht in der Kirche: Dienendes Priestertum als Vorbild

Aufgabe des Priesters ist es, Christus in der Welt berührbar und sichtbar zu machen im Spenden der Sakramente. Viele Bischöfe, Priester und Diakone versehen ihren Dienst an Gott und den Menschen mit tagtäglicher Hingabe. Klar ist: Jede Art des Machtmissbrauchs, wie er leider in der Vergangenheit vielerorts geschehen ist und geschieht, steht im absoluten Gegensatz zur Lehre der Kirche. Mancher Missbrauch von Macht kommt nicht zuletzt aus der falschen Vorstellung einzelner Geistlicher, dass es in der Hand des Priesters liegt, über Lehre, Sakramente, Liturgie, aber auch über die ihm anvertrauten Gläubigen frei zu verfügen.

Ein Verfälschen der Sakramente oder der Liturgie nach den privaten Vorstellungen oder Wünschen eines Geistlichen ist ein Machtmissbrauch und enthält den Christen das Notwendigste vor, nämlich die direkte Begegnung mit Christus durch die Sakramente und die Gemeinschaft mit der Weltkirche in der einheitlichen Liturgie.

Daher braucht der Klerus eine Reform des Selbstverständnisses von Priestern. Der Klerus muss sich wieder als Diener der Menschen und Diener Gottes sehen. Der Priester hat Macht über seine Gläubigen ausschließlich im Sinne von dienender Verantwortung. Die Verantwortung des Priesters oder Bischofs liegt allein darin, den Gläubigen durch Sakramente, Predigt und Begleitung zur persönlichen Heiligkeit zu verhelfen. Eine demütige Unterordnung der Geistlichen unter die Vorgaben der Liturgie, der Lehre und der Regeln zur Sakramentspendung ist ein dringend notwendiger Schritt zur Vorbeugung von Machtsucht und Klerikalismus.

Pressemitteilung: Sexualmoral der Kirche: Unterstützung statt Belächeln

Reform im Bereich der Ehe- und Sexualmoral ist dringend notwendig: der Großteil der Verlobten und Ehepaare erfährt weder eine intensive Vorbereitung, noch eine Begleitung, die sie in ihrer Aufgabe unterstützt, durch ihre Ehe und Familie, Gott in der Welt abzubilden. Hier ist sowohl die Vorbereitung auf das Sakrament der Ehe durch einen Priester, als auch die Begleitung des Ehelebens durch ein älteres, erfahreneres Ehepaar, z.B. durch Patenschaftsprogramme wichtig.
Die sozialen Umstände haben sich geändert, die Menschen heiraten später und leben oft länger - zum Teil auch für immer - als Singles. Hier fehlt bisher völlig eine spezifische Begleitung für diese Lebensumstände, in der deutlich wird, wie ein - vielleicht auch manchmal unfreiwillig - eheloses Leben für Kirche und Welt zu einer unverzichtbaren Berufung werden kann. Neben der geistlichen Begleitung braucht es hier auch eine moraltheologische Erarbeitung der spezifischen Berufung, die in einem Single-Leben liegen werden kann.
In jedem Fall muss ein Leben, das sich auch im Bereich der Sexualmoral nach der Lehre Christi richtet, von den Priestern und Bischöfen als Vorbild unterstützt, bestärkt und als Ideal gelehrt und nicht belächelt werden.

Pressemitteilung: Evangelisation entspricht dem Willen des Papstes

Ziel des Synodalen Weges muss es sein, Deutschland zu re-katholisieren. Das Argument, dass sich die Lehre der Kirche von der Lebensrealität der Menschen entfernt hat und deshalb geändert werden muss, trägt nicht. Es ist Aufgabe der Kirche, Reformen anzustoßen, die die Gläubigen in die Lage versetzen, den Glauben zu verstehen und nach den Geboten Gottes zu leben. Deshalb muss jede Reform unmittelbar in der Evangelisation liegen wie es dem Willen des Papstes entspricht.
Evangelisation heißt die Durchdringung jedes Lebensbereiches und jeder Lebenssituation durch das Evangelium und damit durch die Sakramente. Dadurch ermöglicht Evangelisation die tagtäglich gelebte, persönliche Beziehung mit Christus.
Die Notwendigkeit für Reformen in der Kirche, gerade in Deutschland, zeigt sich insbesondere in den extrem niedrigen Zahlen der praktizierenden Katholiken und dem fast nicht mehr existenten Glaubenswissen und-leben. Die uns als gläubige Katholiken immer neu erschütternden Zahlen von sexuellen Missbräuchen zeigen die traurige Realität, dass diese Gottesferne auch unter Priestern und Bischöfen zu finden ist.

"Brauchen wir die Kirche noch?

Unsere Sprecherin Ursula Harter war am 19.12.2019  in einer Diskussionsrunde bei den Funkhausgesprächen im WDR 5 zum Thema "Brauchen wir die Kirche noch?" im Gespräch mit Bischof Overbeck, Thomas Sternberg (Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ), Maria Mesrian (Maria 2.0) und Horst Hermann. Den Podcast zum Nachhören finden Sie hier. Einen Bericht über die Veranstaltung von katholisch.de finden Sie hier und von Vatican News hier

"Synodaler Weg" weckt Erwartungen, die nicht erfüllt werden können

Die einen erwarten eine Kehrtwende der Kirche in den von ihnen geforderten Punkten", so der Sprecher von "Pontifex", Benno Schwaderlapp, gegenüber CNA Deutsch, "die anderen befürchten eine Abspaltung von Rom, einen katastrophalen Irrweg."

Das vollständige Interview mit der deutschen Ausgabe der CNA können Sie hier lesen.

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