Vatersache?

 

von Ursula und Andreas Harter

Wir wollen mehr Information zu Abtreibung? Dann bitte auch mehr Aufklärung, wie es wirklich ist Kinder zu bekommen! Statt Ammenmärchen über Schwangerschaftssymptome und Schauergeschichten zu Geburten und das ewige Gejammer über zu wenig Schlaf und finanzielle Belastungen zu verbreiten, sollten wir mal davon reden, wie es wirklich ist Kinder zu haben. Denn Kinder bekommen, Kinder haben ist eine Herausforderung und ändert dein Leben, ändert Dich, ändert deine Beziehung. Aber seit wann ist Veränderung schlecht? Ja, jede Frau wird neben den Freuden auch von den ganz konkreten Leiden erzählen, die das Mutter werden mit sich bringt. Aber das alles wird vor allem schwierig, anstrengend und wenig schön und zu Zeiten sogar unglücklich, wenn eines fehlt: Ein Vater, der Mutter und Kind trägt.

Ja, Mütter sind Helden. Nur glückliche Mütter sind sie nicht allein. Denn sie werden nicht alleine Mutter, sondern immer zu zweit. Vielleicht sollten wir mal von den Vätern sprechen. Die sind nämlich auch Helden: Sie sind der Faktor, der alles ändern kann. Und sie sind unersetzlich. Väter müssen erstmal viel abstrakter als die Frau begreifen, dass sie Vater sind. Aber, wenn sie das tun, dann legen sie die Grundlage, dass dieses Kind glücklich geboren werden und leben kann. Dann erlebt die Frau ihr verändertes Selbst als geliebt und als schön. Dann wird die intime Heiligkeit einer Geburt zusammen erlebt, besprochen und verarbeitet. Dann kann das schreiende Baby der beruhigenden tiefen Stimme anvertraut werden und die finanziellen Sorgen und die Zeit für die Karriere geteilt werden. Wenn Männer da sind, wenn sie Väter sind, dann ist Kinderkriegen ein Abenteuer, bei dem man zusammen sich verändert und zum Helden wird. Dann ist das Kind nicht nur Teil der Frau, sondern hat auch ohne sie eine Daseinsberechtigung. Und die Mutter ist nicht nur noch ein Teil des Kindes, sondern im Ganzen geliebte Frau. Ein Vater schafft das Umfeld für eine glückliche Mutter und ein gesundes Kind. Jeder Mann kann und sollte genau das in der Gesellschaft tun: Für ein Umfeld sorgen, indem Frauen glücklich Kinder kriegen. Auch alleine und trotz aller Widerstände.

Heute weiß jeder: Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr. Verschwiegener Fakt ist aber auch: Ein Mann der ganz Vater wird, wird jeden Tag Gelegenheit haben Herausforderungen anzunehmen und sie zu überwinden. Und darin ist er unersetzlich. Dann spielt der Zeitpunkt, an dem ein Kind kommt nur noch halb so sehr eine Rolle, dann ist die Hasenscharte nicht mehr ausschlaggebend, dann ist das Leben eines behinderten Kindes ebenso machbar und auch das dritte Geschwisterkind ist willkommen. Denn all diese Kinder sind es wert die unmöglichsten Herausforderungen anzunehmen und zu überwinden. Wir können so im ganz Kleinen, wie auch im ganz Großen wirklich Helden werden. Lassen wir die Mütter nicht alleine Helden sein, seien wir ebenbürtige Partner: Lassen wir uns uns von unseren Kindern zu Helden machen.

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